
Osho ist ein erleuchteter Meister, dessen Arbeit sich in Tiefe und Vielschichtigkeit weiterhin entfaltet. Seine Lehren sind nicht nur durch Worte überliefert, sondern auch durch das Beispiel seines Lebens – ein Leben in Totalität, Liebe und in tiefer, vergnüglicher Meditativität, die Millionen von Menschen auf dieser Erde berührt hat. Tom Robbins, einer der bekanntesten lebenden amerikanischen Schriftstellern beschreibt ihn als ‚den gefährlichsten Mann seit Jesus Christus‘, und Jean Lyell im Vogue Magazin ‚als sanften und mitfühlenden Mann von völliger Integrität .... den inspiritesten, den belesensten, den am besten informierten Redner, den ich je gehört habe‘. Und doch sagt Osho stets, er sei nur einfach ein authentisches und normales menschliches Wesen, und besteht darauf, daß, was ihm geschehen ist, jedem von uns geschehen kann – ‚der Weg führt nach Innen‘.
Geboren in Kuchwada, Madhya Pradesh, India am 11.Dezember 1931*.Osho sagt über seine Eltern, "Ich habe dieses Paar ausgewählt wegen seiner Liebe, seiner Intimität, seinem fast Einssein." Aufgewachsen in einer Atmosphäre aus gewaltiger Liebe, Freiheit und Respekt, war Osho ein Kind mit ausgeprägter Intuitivität und Abenteuerlust mit dem Hang, einer Situation auf den Grund zu kommen. Er bestand darauf das Leben selbst zu entdecken, statt Glaubenssätze und Wissen von anderen zu übernehmen, indem er es furchtlos und intensiv entdeckte. "Meine Kindheit war sicherlich golden – kein Symbol, absolut golden; nicht poetisch, nein buchstäblich, tatsächlich.... Diese Jahre waren unvergeßlich."
Als er sieben war, starb sein Großvater mütterlicherseits mit seinem Kopf auf Oshos Schoß auf einer Fahrt hinten auf dem Ochsenkarren, als sie auf der langen Fahrt zum nächsten Arzt waren. Dies hatte eine tiefe Wirkung auf sein inneres Sein, sie provozierte in ihm den Drang, eine Begrenzung des Unsterblichen zu entdecken. "Ich lernte in diesem Augenblick soviel aus seiner Stille...," Osho sagte später. "Ich begann mit einer neuen Suche, einer neuen Pilgerreise." Diese und andere Geschichten in Glimpse of a Golden Childhood, geben einen reichen Eindruck von Oshos frühen Jahren wieder und dem unschuldigen Geist in der Flamme der Rebellion und Verspieltheit, die er in jede Anstrengung seines Lebens brachte.
Im Alter von
einundzwanzig wurde Osho erleuchtet. "In vielen Leben habe ich mit mir
selbst gearbeitet, gekämpft, getan, was immer getan werden konnte – und
nichts ist geschehen. Die Anstrengung war eine Grenze... Nicht, daß jemand
etwas erreichen kann, ohne zu suchen. Die Suche ist notwendig, aber es kommt ein
Punkt, an dem das Suchen losgelassen werden muß... Und an diesem Tag hörte die
Suche auf... es begann zu geschehen. Eine neue Energie entstand... Sie kam von
nirgendwo und überall. Sie war in den Bäumen und in den Felsen und im Himmel
und in der Sonne und in der Luft – und ich dachte, es wäre so weit fort. Und
es war so nah..." Der gesamte Bericht über seine Erleuchtung findet sich
im The Discipline of Transcendence.
Nach seiner Erleuchtung am 21.März 1953 graduierte Osho an der Universität Saugar in Philosophie mit Auszeichnung. Als Student gewann er die indische Meisterschaft im Debattieren. Neun Jahre lang war er Professor für Philosophie an der Universität von Jabalpur.
In der Zwischenzeit bereiste er Indien, hielt Reden, forderte die religiösen Führer zu öffentlichen Debatten heraus und begegnete Menschen auf allen Wegen des Lebens. Er las extensiv, alles was er finden konnte, um sein Verständnis für die Glaubenssätze und Psychologie des Menschen der Neuzeit zu erweitern.
Osho hatte nun begonnen, seine einzigartige dynamische Meditationstechnik zu entwickeln. Er sagte, der moderne Mensch wäre so überladen mit veralteten Traditionen der Vergangenheit und den Ängsten des modernen täglichen Lebens, daß er durch einen tiefen Reinigungsprozeß gehen müsse, bevor er hoffen könne, den entspannten, ohne jedes Denken beeinflußten Zustand der Meditation zu entdecken. Er fing an, in ganz Indien Meditationscamps zu veranstalten, redete mit den Teilnehmern und leitete die selbst entwickelten Meditationen an.
Über mehr als fünfunddreißig Jahre hat Osho direkt mit den Menschen gearbeitet. Sie kamen zu ihm, um seine Vision des ‚Neuen Menschen‘ zu teilen und um mit einem Leben auf der Grundlage der Meditation zu experimentieren. Indem er die alten Wahrheiten einer einfacheren Zeit mit der Realität des modernen Menschen verband, entwickelte er eine Vielzahl von Meditationstechniken, die dem Suchenden den Weg leiten, das Wesentliche zu erfahren. Da er verstand, daß die Komplexitäten des Lebens angesprochen werden mußten, arbeitete er eng mit vielen prominenten westlichen Therapeuten zusammen, um neue Therapien auf der Grundlage der Meditation zu entwickeln.
Nach seiner Anfangsarbeit in Indien wurde er nach Amerika eingeladen, wo ein kühnes Kommunen Projekt begann, um seine Vision in die Wirklichkeit umzusetzen. Tausende seiner Schüler gaben ihre Liebe in ein Stück Brachland und wandelten es in eine blühende Oase mitten in der Wüste um. Doch Oshos Anwesenheit und der Erfolg der Kommune enthüllte den heuchlerischen Anteil in den Glaubenssätzen und Vorurteilen der heutigen Zeit, besonders vom religiösen und politischen Establishment. Der Gegnerschaft dieser Gruppen gegenüber Osho und der Kommune wuchsen, und nach nur ein paar Jahren, wurde er gezwungen Amerika zu verlassen.
Danach begann Osho eine Welttour. In der Mitte einer Kampagne weltweiter Verfolgung, die von der U.S.Regierung gelenkt wurde, antwortete Osho mit seinem typischen Humor und kompromißloser Ehrenhaftigkeit, indem er seine Verfolger öffentlich herausforderte. Gleichzeitig gab er seine Liebe ohne jede Bedingung, hielt vor seinen Schülern einige seiner intimsten Diskurse. Wo auch immer er auftauchte, scharten sich seine Schüler um ihn..
Schließlich ging Osho zurück nach Poona, Indien, und hielt zwei Diskurse pro Tag. Tausende von Suchern aus der ganzen Welt versammelten sich, um diesem einzigartigen Buddha und Mystiker zu begegnen, und so entstand um ihn herum eine neu Kommune. Während dieser Zeit verkündete Osho, daß er nicht mehr Bhagwan (der Göttliche, Gott, etc.) genannt werden wollte: "Genug ist genug! Der Spaß ist zuende." In diesen Jahren seiner letzten Diskurse begann Osho sich gelegentlich von öffentlichen Auftritten zurückzuziehen. Seine angegriffene Gesundheit verhinderte ihn immer mehr, Diskurse zu geben. Die Zeiten seiner Abwesenheit wurden länger. Er führte ein neues Element in seine Diskurse ein: er leitete seine Zuhörer am Ende einer Sitzung in eine dreiteilige Meditation. Möglicherweise gab er seine letzte Reihe von Diskursen, indem er Zen Sutras kommentierte und Fragen dazu beantwortete.
Nachdem seine versagende Gesundheit, ihn veranlaßt hatte, keine Diskurse mehr
zu geben, kam die Botschaft, daß auch der Name Rajneesh nicht mehr gelte. Viele
Schüler hatten sich bereits gemeinsam entschlossen ihn, ‚Osho‘ zu nennen.
Das Wort ‚Osho‘ ist abgeleitet von einem Ausdruck, den William James
geprägt hat: ‚oceanic experience‘ – ‚ozeanische Erfahrung‘ - , was
soviel bedeutet, wie sich im Ozean aufzulösen. "Ozeanisch beschreibt die
Erfahrung," sagt Osho, "aber was beschreibt den, der die Erfahrung
macht? Hierfür benutzen wir das Wort ‚Osho‘."
In den folgenden Monaten erschien er, sofern es seine Gesundheit zuließ, am Abend, um mit seinen Freunden zusammenzusitzen in einer Meditation aus Musik und Stille. Danach zog er sich in seine Räume zurück und die Versammlung folgte einem seiner auf Videoband aufgenommenen Diskurse.
Osho verließ seine Körper am 19.Januar 1990. Nur einige Wochen davor wurde er gefragt, was aus seiner Arbeit würde, wenn er gegangen wäre. Er sagte::
"Mein Vertrauen in die Existenz ist absolut. Wenn in dem, was ich sage, irgendeine Wahrheit ist, wird es überleben... Die Menschen, die an meiner Arbeit interessiert sind, werden die Fackel weitertragen, aber nicht irgendjemand irgendetwas vormachen..."Ich werde die Quelle der Inspiration für meine Leute bleiben... Ich möchte, daß sie von sich aus wachsen – Qualitäten wie Liebe – um die keine Kirche gebaut werden kann -, wie Bewußtheit – für die niemand ein Monopol hat -, wie Feiern, Spaß haben, und unverbraucht bleiben, kindergleiche Augen...
"Ich möchte, daß meine Leute selbst wissen, nicht abhängig von irgendjemand. Und der Weg führt nach innen."
Tausende von Diskursen wurden in mehr als 650 Bänden veröffentlicht, einschließlich Übersetzungen in über dreißig Sprachen. Viele sind als Originalaufnahmen auch als Audio- oder Videotape erhältlich.
Jedes Jahr reisen 10.000 Menschen zur Osho Commune International, um an dem ‚Buddhafeld‘ dort teilzuhaben. Dort werden eine Vielzahl von Meditationen, kreativen Aktivitäten, und Programmen zum (inneren) Wachstum angeboten. Außerdem gibt es Osho Meditation Center in der ganzen Welt, die Meditationen, Videodiskurse und andere Aktivitäten anbieten. Mit Oshos Worten, "Die Kommune hat sich über die gesamte Welt verbreitet."
"Meine Botschaft ist keine Doktrin, keine Philosophie. Meine Botschaft ist eine bestimmte Alchemie, die Wissenschaft der Transformation." OSHO, From Misery to Enlightenment
"Mein ganzes Bemühen gilt der Verschmelzung aller Denksysteme, eure Gedanken zu verschmelzen, die eiskalt geworden sind, gefroren in Vorurteilen, so daß eine neue Art Wärme die Erde umgeben kann. Es wird eine Art Religiosität sein – nur ein vages Gefühl, nicht ein bestimmter Gedanke. Du kannst es erfahren, aber nicht erklären. Es ist nicht wie eine Blume, es ist eher wie ein Duft."" OSHO, The Dhammapada: The Way of the Buddha"Die Lehren von Osho umfassen in der Tat viele Religionen , aber er wird von keiner von ihnen bestimmt. Er ist ein begnadeter Sprecher für Zen, Taoismus, Tibetischen Buddhismus, Christentum und der alten griechischen Philosophie... und auch ein profilierter Autor." Nevill Drury, Dictionary of Mysticism and the Occult, USA
"Ich habe die meisten Bücher Oshos gelesen, habe die Aufzeichnungen seiner Diskurse gehört, und ich bin überzeugt, daß hier in der spirituellen Tradition ein Autor mit dem Deist von intellektueller Brillianz und Überzeugungsfähigkeit ist. James Broughton, poet; Author of The Androgyne Journal of Graffiti for the Johns of Heaven
"Mit Osho fließen Worte endlos. Provokativ. Herausfordernd. In hundert Jahren werden mehr gedruckte Exemplare seiner Werke existieren als von der Bibel, das bisher am weitesten verbreitete Buch." M. V. Kamath, Former Editor of The Illustrated Weekly of India
*Dec. 11, 1931
5:13 PM (11:43 GMT)
Kuchwada (Gadawara)
Madhya Pradesh, India
23N16, 77E24
22:09:30 LST